Donnerstag, 15. November 2012

[Rezension] Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche von Alina Bronsky


Verlag: Kiepenheuer & Witsch

Seiten: 320

ISBN: 3462042351

Buchreihe: keine 

Erster Satz: Als meine Tochter Sulfia mir sagte, sie sei schwanger, wisse aber nicht, von wem, habe ich verstärkt auf meine Haltung geachet.


Inhalt:
Alina Bronsky erzählt von der tartarischen Schönheit Rosalinda, die mit Mitte vierzig Großmutter wird und darüber alles andere als begeistert ist, geschweige denn, sich vorstellen kann, das ein Mann ihre Tochter überhaupt anfassen könnte. Während Tochter an eine im Traum entstandene Schwangerschaft glaubt, organisiert Rosalinda eine illegale Abtreibung, die aber leider misslingt.
Sobald ihre Enkelin, die auf den Namen Aminat hört, auf der Welt ist, kommen in Rosalinda Gefühle auf, die sie für Ihre Tochter nie hatte und sie fängt an dafür zu kämpfen, daß Aminat ein gutes Leben hat und ihr alle Türen offen stehen. Dazu ist ihr fast jeden Mittel recht. Mit einem unglaublichen Selbstbewusstsein, manipuliert und intregiert sie und tyrannisiert ihre gesamte Familie, um an ihr Ziel zu kommen.

Meine Meinung:
Alina Bronsky pflegt einen lockeren und Schreibstil und die 320 Seiten vergehen, wie im Flug. Trotz der größtenteils wirklich unsympathischen Hauptfigur, musste ich oft lachen. Allein die maßlose Selbstüberschätzung von Rosalinda lässt einen schmunzeln und man freut sich schon darauf was sie sich als nächstes vornimmt, um an ihr Ziel zu kommen.
Ich denke, entweder man liebt Rosalinda und somit das Buch oder man hasst sie. Ich fand sie irgendwo bewundernswert, da sie nie aufgegeben hat und egal wie, immer ihre Ziele umgesetzt hat.
Mir hat das Buch besser gefallen, als Frau Bronskys erster Roman "Scherbenpark" und kann ihn jedem empfehlen, der eine starke Frau mit der Botschaft: "Das Leben schenkt dir nichts", kennenlernen will, die zum Teil so skurrile Ansichten von der Welt hat, daß man einfach nur lachen muß.
Ein super unterhaltsames Buch:

4 von 5 Punkten

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