Samstag, 8. Dezember 2012

[Rezension] Schiffbruch mit Tiger von Yann Martel



Verlag: Fischer Verlage

Seiten: 382

ISBN: 3596196981
Buchreihe: keine 
Erster Satz: Ich hatte so viel gelitten, ich war ein finsterer und trauriger Mensch geworden.

Inhalt:

Pi, der eigentlich Piscine Molitor Patel  heißt, lebt im Indien der 70er Jahre. Seinem Vater gehört ein Zoo und eines Tages beschließt die Familie nach Kanada auszuwandern... inklusive Zoo.
Mit einem japanischen Schiff geht es auf die Reise, bis dieses auf unerklärliche Weise eines Nachts sinkt. In letzter Sekunde kann Pi sich auf ein Rettungsboot in Sicherheit bringen und stellt kurze Zeit später fest , daß er nicht der einizige Überlebende des Schiffsunglücks ist.
Mit ihm an Bord befinden sich ein Zebra, ein Orang-Utan, eine Hyäne und ein Bengalischer Tiger...
Nach einigen Tagen hat sich der Bestand der Überlebenden an Bord dezimiert und nur noch Pi und der Tiger sind am Leben.
Es beginnt ein knallharter Kampf ums Überleben und Pi muß sich einiges einfallen lassen, damit nicht er die nächste Mahlzeit des Tigers wird, denn ihre Reise ist noch lange nicht vorbei....


Meine Meinung:
Leider hat mich das Buch nicht besonders überzeugt.
Es wurde mir zuviel über Religion und Gott geredet und seitenweise geschwafelt. Außerdem war mir Pi nicht besonders sympathisch. Ich kann nicht sagen warum, aber irgendwann hat er mich nur noch genervt. Richard Parker, den Tiger, mochte ich hingegen sehr. Er war mir von Anfang an sympathisch. 


Des Weiteren erzählt der Autor die Geschichte so, als beruhe sie auf Tatsachen, was ich ihm überhaupt nicht abgenommen habe. Irgendwann wurde es immer kurioser.
Interessant fand ich das Hintergrundwissen über Zoologie, Biologie und das Verhalten bei Schiffbruch, bzw. die Überlebens-Anleitung, die einem vermittelt wurde.
Der letzte Teil des Buches hat mich dann doch ziemlich überrascht, im positiven Sinne, und hat mir das Buch ein wenig sympathischer gemacht.


Was den Schreibstil des Autors betrifft, so bin ich zwiegespalten: sachliche Beschreibungen fallen sehr detailiert aus, so daß man sich Pis Umgebung gut vorstellen kann. Auch Erklärungen, wie beispielsweise, die Survival-Anleitung sind interessant gestaltet. Auf der anderen Seite kann er  auch  seitenweise über unwichtige und langweilige Sachen philosophieren, was mich ziemlich gelangweilt hat.

Ich bin gespannt auf den Kinofilm, wie die ganze Story umgesetzt wird und ob er mich mehr überzeugt als das Buch.


 3 von 5 Punkten


Kommentare:

  1. Ich habe das Buch heute beendet und es hat mir eigentlich schon ziemlich gut gefallen. Pi und Richard Parker waren mir beide sehr sympathisch ;) Und die religiösen und philosophischen Texte fand ich auch ziemlich interessant. Aber da hat nun mal jeder seinen Geschmack, deine Kritikpunkte kann ich schon verstehen, bloß mich haben sie eben nicht gestört^^
    Auf den Kinofilm bin ich auf jeden Fall auch schon sehr gespannt - war bestimmt auch nicht leich dieses komplexe Buch zu verfilmen...

    Liebe Grüße,
    Filo

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  2. Könnte auch daran gelegen haben, daß ich während des Lesens in den letzten Zügen meiner Diplomarbeit steckte und sowieso total gestresst war. Ich fands jetzt ja auch nicht total schlecht, aber irgendwie war ich zum Zeitpunkt des Lesens wohl nicht offen für sowas. :)

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  3. Ich habe den Trailer zu dem Film letztens im Kino gesehen und ich war eher skeptisch. :) Da wusste ich noch gar nicht das es ein Buch dazu gibt.
    Ich sehe du liest gerade "Asche". :) Ich finde diese Buchreihe von Lori Handeland richtig toll und bin schon gespannt auf deine Rezi.
    Lg Steffi

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    1. Hallo Steffi,
      ich habe den Trailer letzte Woche auch noch mal gesehen und bin echt mal gespannt, wie die Story im Film umgesetzt wurde.
      "Asche" fand ich auch echt super. Den zweiten Teil muss ich mir unbedingt auch noch reinziehen :) Eben in der Buchhandlung habe ich mich allerdings für etwas anderes entschieden, aber bald ist ja Weihnachten, da liegen sicher ein paar Gutscheinchen unterm Baum ;)
      lg Sarah

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  4. Ich will da noch rein :)
    Freu mich irgendwie aber schade, dass es nur 3 von 5 Punkten hat...

    lg

    Alisia

    alisiaswonderworldofbooks.blogspot.de

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    1. Ich bin auch schon gespannt, bin ja irgendwie nicht so ganz warm damit geworden. Die Story ist super, aber dieses Gelaber hat mich echt gelangweilt.

      lg Sarah

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  5. Mich hat das Buch damals sehr angesprochen (mehr dazu hier: http://www.leselink.de/buecher/abenteuerromane/schiffbruch-mit-tiger.html ). Die Art und Weise, wie Pi vor allem an sich selbst glaubt und damit eine eigentlich unüberlebbare Situation meistert, fand ich unglaublich packend.

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  6. Zum Teil fand ich es auch gut, aber dann hat mich Pi wieder soooo aufgeregt.... aber mittlerweile vermute ich, daß ich einfach nicht wirklich offen für das Buch war, weil ich, als ich das Buch gelesen haben, gerade im Endspurt für meine Diplomarbeit war. :(

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