Sonntag, 5. Mai 2013

[Rezension] Der Hundertjähriger der aus dem Fenster stieg und verschwand von Jonas Jonasson

Verlag: carl´s books  
Seiten: 416 
ISBN: 3570585018
Buchreihe: keine
Erster Satz: Man möchte meinen er hätte seine Entscheidung etwas früher treffen und seine Umgebung netterweise auch davon in Kenntnis setzen können.

Inhalt:
Um sich vor seiner Geburtstagsfeier im Altersheim zu drücken, klettert Allan Karlsson an seinem 100. Geburtstag kurzer Hand aus dem Fenster seines Zimmers und schlurft, seine Pantoffeln tragend, los. Wohin er will, weiß er eigentlich gar nicht und so führt ihn sein Weg erst einmal zum Busbahnhof. Dort nimmt er erst einmal einen Koffer an sich, auf den er eigenltich nur kurz aufpassen soll und steigt in den nächsten Bus. Wohin er will? Das weiß Allan auch nicht so genau, daher fährt erst einmal so weit, wie seine 50 Kronen ausreichen.
Mitten in der Pampa steigt Allan aus und trifft dort auf einen Kleinkriminellen, mit dem er sich blendend versteht. Was die beiden noch nicht wissen, ist, daß sich in Allans Koffer nicht bloß irgendwelche Urlaubskleidung des doch recht zwielichtigen, ehemaligen Besitzers befinden. Und so befinden sich Allan und sein neuer Freund plötzlich auf der Flucht. Innerhalb kürzester Zeit vergrößert sich die Gruppe der Flüchtliche sogar noch und bald sind nicht nur mehrere Personen, sondern auch ein Elefant auf der Flucht vor der Polizei und der schwedischen Mafia.

Obwohl Allan nicht der Klügste oder Cleverste ist, so wird der Leser nach und nach mit seiner aufregenden Lebensgeschichte konfrontiert und es wird klar, daß Allan bei zahlreichen Ereignissen der Weltgeschichte beteiligt war, wie beispielsweise bei der Entwicklung der Atombombe. Mit Präsident Truman, Stalin und General Franco trinkt er den ein oder anderen Schnaps und bereist die ganze Welt.
Meine Meinung
Dem Autor ist es gelungen einen sehr unterhaltsamen und in sich schlüssigen Roman über einen sehr rüstigen Hundertjähren zu verfassen, welcher ein bisschen an "Forrest Gump" erinnert. Nicht nur Allan, auch seine neuen Freunde werden detailiert beschrieben und ihre Lebensgeschichte erläutert, so daß sich der Leser schnell in die Geschichte und die beteiligten Personen einfühlen kann. Ich persönlich hatte manchmal Probleme zu sortieren, wo und in welcher Zeit ich mich gerade befinde und musste einige politische Zusammenhänge nachlesen, aber ich bin auf dem Gebiet auch eher ahnungslos.
Sprachlich und inhaltlich ein sehr gelungenes Werk, welches sowohl zu nachdenken, als auch schmunzeln anregt und sicherlich viele Stunden Lesevergnügen garantiert, denn Allan muß man einfach lieben. Ich habe so oft gedacht "Was für ein Trottel!" und herzlich gelacht, wenn er genau deshalb mal wieder erfolgreich war.
Absolut empfehlenswert!
4 von 5 Punkten

1 Kommentar:

  1. Huhu!

    Bisher konnte ich mich mit den Büchern des Autors ja noch nicht anfreunden ... Die Geschichten kamen mir immer ziemlich schräg und bizarr vor. Aber okay, vielleicht sollte ich ihm trotzdem mal eine Chance geben :D. Werde das Buch einmal für die Zeit, wenn ich mit meiner Arbeit zum CO2 Sensor fertig bin, auf die Leseliste packen :).

    Liebe Grüße
    Luna

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