Sonntag, 8. Oktober 2017

[Rezension] Der Kinderdieb von Brom


9783426506882
Quelle: Droemer Knaur
 

Seiten: 664
ISBN: 978-3-426-50688-2
Buchreihe: keine 

Erster Satz: Heute Abend würde sie wieder geschehen: die wirklich schlimme Sache.

Inhalt:

Peter streift durch New York und ist auf der Suche nach Kindern, die misshandelt werden oder aus sonstigen schlechten Verhältnissen stammend, Hilfe brauchen. Diese rettet er und führt sie in sein magisches Reich Avalon, hoffend, dass die Kinder noch nicht zu alt sind...
Denn Peter braucht sie, um sein Reich vor dem Untergang zu retten. Dabei verspricht er ihnen Abenteuer und Spiele, doch Peter versteht darunter etwas ganz Anderes, als die Kinder erwarten...

Wer hier eine bunte Geschichte mit einem lustigen Peter a la Disney erwartet, wird enttäuscht. Der Peter in "Der Kinderdieb" ist grausam, hinterhältig und nur darauf bedacht sein Ziel zu erreichen...das Überleben von Avalon und die Vernichtung der Menschfresser, die das Reich langsam zerstören. Das Buch ist eindeutig für Erwachsene, düster und teilweise sehr blutrünstig geschrieben.
Brom schafft es den Leser in eine phantastische Welt zu entführen, in denen es vor zahlreichen Wesen aller Art nur so wimmelt. Der Autor beschreibt Avalon so umfangreich und detailiert, dass der Leser das Gefühl hat selbst in Avalon zu sein (was teilweise sehr beunruhigend sein kann) und dementsprechend mit den Charakteren und ihren Abenteuern mitfiebert.
Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet. Man erfährt viel über die Geschichte hinter einem Charakter, so dass man sich gut in die jeweilige Person hineinversetzen kann und seine/ ihre Beweggründe verstehen bzw. zumindest nachvollziehen kann.

Ein tolles Buch für Alle, die es düster, phantastisch und blutrünstig mögen.
  


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen